Eine Badewanne selbst streichen oder lackieren

Halbvolle Badewanne mit Wasser

Besonders als Mieter einer Wohnung oder eines Hauses steht man ab und zu vor der Frage, ob man seine Bade- oder Duschwanne selbst streichen oder lackieren sollte.

Dafür gibt es verschiedene Gründe:

  • Am Anfang oder im Laufe des Mietverhältnisses stellt sich heraus, dass die Sanitäranlagen bereits in die Jahre gekommen sind und eine Renovierung das Wohlbefinden deutlich erhöhen würde

  • Der Auszug steht an und während der Mietzeit sind kleine Beschädigungen entstanden

  • Der Vermieter ist zu einer Erneuerung nicht bereit oder besteht darauf, dass die alte Wanne nicht ausgetauscht werden darf

Aber auch als Eigentümer kann es sein, dass

  • der Etat für eine Komplett-Renovierung des Badezimmers nicht ausreichend ist

  • die Wanne selbst noch in Ordnung ist, man sich aber an der Farbe bereits sattgesehen satt

  • der Verkauf der Wohnung/ des Hauses ansteht und man – ohne weitere Investitionen – einen höheren Kaufpreis erzielen möchte.

Obwohl das Streichen oder Lackieren einer Badewanne relativ einfach aussieht, kann diese Renovierung sehr trickreich sein.

Damit das Ergebnis auch Freude bereitet, sollten einige Punkte beachtet werden:

  • Eine glatte, haltbare Oberfläche erreichen Sie nur durch intensive Vorarbeiten (abschleifen, grundieren, Fugen reinigen etc.).

  • Das Bad sollte absolut staubfrei sein, da sich aufgewirbelter Staub sichtbar auf dem noch feuchtem Lack niederschlagen kann. Am besten entfernt man dazu auch Handtücher und Badvorleger aus den Raum.

  • Autolacke oder andere Farben sind für das Streichen der Badewanne nicht geeignet. Besonders beim Putzen der Sanitäranlagen können diese schnell stumpf werden oder abblättern. Spezielle Lacke zur Badewannenbeschichtung sind den täglichen Herausforderungen gewachsen.

  • Auch das Werkzeug sollte von guter Qualität sein – Pinsel, die ihre Haare verlieren, können eine gute Arbeit sofort zunichte machen.

  • Bevor man die Arbeiten beginnt, sollte man gut vorbereitet sein. Lacke trocknen sehr schnell und Unterbrechungen der Arbeit können im Farbverlauf sichtbar werden.

  • Selbstverständlich sollten die Räumlichkeiten aus gesundheitlichen Gründen – wie bei jeder Verwendung von Farben und Lacken – während der Arbeit ausreichend belüftet sein.

  • Geduld ist eine Tugend – insbesondere wenn es um die Trocknungszeiten geht. Dabei sollte man sich strikt an die Vorgaben des Lackherstellers halten. Auch das Tropfen des Wasserhahns sollte während der Trockenphase unbedingt vermieden werden.

Besonders bei Renovierungsarbeiten in der heißen Jahreszeit sollte man sich bereits im Vorfeld Gedanken machen, bei welchem netten Nachbarn oder wo in der Familie man zwischenzeitlich "schnell unter die Dusche springen" kann. Denn durchschnittlich 3 Tage, bevor die Wanne wieder einsatzfähig ist, können sich sehr lang anfühlen ...